{"id":33,"date":"2011-04-18T22:29:24","date_gmt":"2011-04-18T20:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/rainerlanghans.de\/?p=33"},"modified":"2011-04-18T22:29:50","modified_gmt":"2011-04-18T20:29:50","slug":"manifest-das-netz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rainerlanghans.de\/?p=33","title":{"rendered":"Manifest DAS NETZ"},"content":{"rendered":"<p><strong><br \/>\nWas ist es?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist ein geistiger Raum, der mit elektronischen Mitteln zunehmend Allen zug\u00e4nglich wird. Geistiger ist er als der bisherige Materialismus, vor allem des &#8222;Westens&#8220;: Vorherrschend ist in ihm nicht mehr der Mangel, sondern die F\u00fclle. Entsprechend vermindert sich das K\u00e4mpfen um das immer zu Knappe. Die Tendenz zur Liebe verst\u00e4rkt sich. Wir nennen dieses &#8222;Geistige&#8220; heute Information, Kommunikation.<\/p>\n<p><strong>Warum entwickeln wir uns dahin?<\/strong><\/p>\n<p>Weil wir \u00fcberwiegend geistige Wesen sind, nicht \u00dcberlebenstiere nur.<\/p>\n<p><strong>Was wollen geistige Wesen? <\/strong><\/p>\n<p>Erkenntnis, Sinn, Liebe.<\/p>\n<p><strong>Was ist diese Erkenntnis?<\/strong><\/p>\n<p>Die unserer selbst. &#8222;Erkenne Dich selbst&#8220;, das ist die Grundfrage unserer Philosophie. Sie ist zugleich die Erfahrung unserer h\u00f6chsten M\u00f6glichkeit: was wir Gott nennen. Wenige konnten bisher Schritte in Richtung dieser Erfahrung machen. Nun sind es viele. Dieses Netz erm\u00f6glicht das erste Mal in der uns bekannten menschlichen Geschichte Allen, geistige Wesen zu werden.<\/p>\n<p><strong>Wie kam das?<\/strong><\/p>\n<p>Wir glauben, dass wir uns von tierischen Urspr\u00fcngen zu Sinn und Gl\u00fcck suchenden Wesen entwickelt haben. Beides wollte das so genannte Patriarchat durch sinnliche und materielle Befriedigung erlangen. Dabei stellte sich heraus, dass den Vielen der Mangel blieb und wenigen der \u00dcberfluss. Der<br \/>\n\u00dcberlebenskampf pr\u00e4gte das Leben der Meisten. Erst jahrtausendlange Akkumulation erm\u00f6glicht heute Vielen, gut zu \u00fcberleben. So gut, dass sich Allen zeigt, dass das nicht gl\u00fccklich macht. Da fehlt was.<\/p>\n<p><strong>Was ist das?<\/strong><\/p>\n<p>Wer ist gl\u00fccklich? Gl\u00fccklicher waren Menschen, die ihren Geist entwickeln konnten. Wirklich gl\u00fccklich war der vergeistigte Mensch. Dahin streben wir &#8211; von allem Anfang an.<\/p>\n<p><strong>Wie taten wir das?<\/strong><\/p>\n<p>Ekstatisch. Ekstasen erm\u00f6glichten Menschen zu allen Zeiten, zeitweise ihren K\u00f6rper, die Materie, zu verlassen und eine erweiterte, ja die Wirklichkeit zu erfahren. \u201eJa, das bin ich. So ist es.\u201c Daraus wurden manche Male Religionen, Volksschulen der Wahrheit. Doch auch sie lie\u00dfen nur wenige nur kurze Zeit ahnen, was Gl\u00fcck ist. Was sie wirklich sind. Alle Versuche, das Himmelreich auf Erden zu holen und damit unser Recht auf Gl\u00fcck materiell zu verwirklichen, scheiterten blutig. Nun beginnen wir, dies aufzugeben und stattdessen es im &#8222;Geist&#8220; zu realisieren.<\/p>\n<p>Im Netz.<\/p>\n<p><strong>Wie entstand das Netz? <\/strong><\/p>\n<p>Das Netz entsprang einer einzigartigen und beispiellosen globalen Ekstaseerfahrung oder Vision, die sich &#8222;1968&#8220; nennt. Alle bisherigen Ekstaseerfahrungen blieben personal und regional, \u00e4u\u00dferstenfalls national: &#8222;M\u00e4nner machen Geschichte&#8220;. Diese letzte Ekstaseerfahrung ist global und \u00fcberw\u00e4ltigend wie nie zuvor. So stark, dass keine Religion daraus entstand, sondern eine Erfahrungsfamilie neuer Menschlichkeit.<\/p>\n<p><strong>Woher kam diese &#8222;Verr\u00fccktheit&#8220;? <\/strong><\/p>\n<p>Niemand wei\u00df es. 1968 ist unbekannt bis heute. Aber wirksam. \u201eDer Geist weht, wo er will &#8211; niemand wei\u00df, von wannen er kommt und hinnen er geht.\u201c Es war ein r\u00e4tselhafter Erleuchtungsschub, den jeder durch sein Verst\u00e4ndnisfenster verschieden wahrnahm. Gemeinsam wussten alle, dass wir ganz anders sind, als wir bisher glaubten: &#8222;Liebe, nicht Krieg&#8220;. Freunde, nicht Fremde. Oder Feinde.<\/p>\n<p><strong>Woraus besteht das Netz? <\/strong><\/p>\n<p>Aus einem Rohstoff, der nicht mehr materiell, sondern feinstofflich ist: Information. Dieser Rohstoff ist das erste Mal in der Geschichte im Zentrum der Gesellschaft: das Ergebnis einer langen Akkumulation unserer Vorfahren. Wir ermessen noch nicht, was das bedeutet. Wir glauben uns noch k\u00e4mpfend und leidend \u2013 in unserer Vergangenheit. Doch wir schreiten fort: Wir vergeistigen den Stoff durch Technik. Ein winziges St\u00fcck Materie wie ein Handy ist &#8222;smart&#8220;, \u00fcberaus intelligent.<br \/>\nDoch all diese Vergeistigung des Stoffes, diese &#8222;Technik&#8220;, hat uns nicht gl\u00fccklich genug gemacht. Sie scheint zudem sich selbst zu zerst\u00f6ren. Weniger Stoff und mehr Geist, dahin gehen wir zwar. Aber erst der heute sich vollziehende Schritt in das \u00dcberwiegen des Geistes stellt einen qualitativen Sprung dar ins Gl\u00fcck. In den Sinn.<\/p>\n<p><strong>Was ist das f\u00fcr ein Schritt?<\/strong><\/p>\n<p>Der ins Netz, die bislang smarteste Technik.<\/p>\n<p>Diese Ekstase oder Erleuchtung hei\u00dft: nicht im K\u00f6rper.<br \/>\nIn ihm versuchten das verzweifelt auch 1968 noch Einige: Der k\u00f6rperliche Kampf f\u00fcr eine bessere materielle Welt. Und verloren. Aber es floss weniger Blut als je zuvor.<br \/>\nDas Netz entstand aus dieser Erfahrung: Das Gl\u00fcck ist nicht zu haben in dieser Welt. Daher der zunehmende und andauernde Trip in den Geist, die neue Welt. Mehr: Eine V\u00f6lkerwanderung. Vor allem der Jungen, auch wenn sie es ungern zugeben. Die \u00c4lteren beschweren sich \u00fcber die Restk\u00f6rper, die sie uns zur\u00fccklassen: lasch, lahm.<\/p>\n<p><strong>Was tun die J\u00fcngeren dort?<\/strong><\/p>\n<p>Zuviel, finden die \u00c4lteren und versuchen, das Netz zu ihrer alten und vertrauten Mangelwelt zu machen.<br \/>\nW\u00e4r\u2019 ja noch sch\u00f6ner &#8230;!<\/p>\n<p><strong>Also was tun sie?<\/strong><\/p>\n<p>Sie erweitern ihr Bewusstsein. Letztlich erkennen sie sich selbst. Nennt sich Kreativit\u00e4t, zahllose Freunde oder communities, irre Bilder und T\u00f6ne. Wissen. Liebe. Sie verwenden das Netz als Trainingsmaschine zur Vergeistigung. \u00dcben, \u00fcben, \u00fcben. Wir sind noch ganz am Anfang. Denn so recht glauben, dass das Virtuelle die Realit\u00e4t und das Materielle ein Traum ist \u2013 das k\u00f6nnen auch die J\u00fcngeren noch nicht. Das sitzt so tief &#8211; das Fleisch. Kommt noch, sagt die Morgenr\u00f6te, die 1968 war. Wir wussten damals nicht, wie uns geschah. Es war zwar alles, was wir heute wissen \u2013 und doch noch viel mehr, was wir noch herausfinden werden.<\/p>\n<p>Es war eine Singularit\u00e4t: alles verschlingend, alles hervorbringend.<\/p>\n<p>Nicht nur Zuk\u00fcnfte wie das Netz bildete es, sondern auch Halos um die zu ihm hinf\u00fchrenden &#8222;Vorl\u00e4ufer&#8220;. Denn nachtr\u00e4glich erkl\u00e4ren wir uns \u00e4ngstlich, dass 68 ganz folgerichtig entstanden sei. Weil da doch schon so viel vorher war. Das musste so kommen. Nichts Besonderes. Lieber nicht wissen.<\/p>\n<p><strong>Warum nicht? <\/strong><\/p>\n<p>Weil das Bewusstsein nachh\u00e4ngt, weit nachh\u00e4ngt der Gegenwart. Das muss es, weil es Distanz zu seinen Gegenst\u00e4nden braucht, r\u00e4umliche und zeitliche. Es wei\u00df daher immer nur das Entfernte, Vergangene. Leben aber tun wir im Jetzt. Diese Differenz empfinden wir leidvoll. Und es dauert scheinbar so lang. Macht nichts. L\u00e4uft rasant. In Wirklichkeit hat die unendlich vielgestaltige F\u00fclle des Netzes l\u00e4ngst den Kapitalismus verlassen, das effektive Verteilersystem des ewigen Mangels. Und nicht nur ihn!<br \/>\nDer bleibt: im K\u00f6rper. Das ist sein Kennzeichen.<\/p>\n<p><strong>Wie kann ich das &#8222;wissen&#8220;, sehen? Und gl\u00fccklich sein?<\/strong><\/p>\n<p>Yes, you can.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist es? Es ist ein geistiger Raum, der mit elektronischen Mitteln zunehmend Allen zug\u00e4nglich wird. Geistiger ist er als der bisherige Materialismus, vor allem des &#8222;Westens&#8220;: Vorherrschend ist in ihm nicht mehr der Mangel, sondern die F\u00fclle. Entsprechend vermindert sich das K\u00e4mpfen um das immer zu Knappe. Die Tendenz zur Liebe verst\u00e4rkt sich. Wir &hellip; <a href=\"https:\/\/rainerlanghans.de\/?p=33\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eManifest DAS NETZ\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,5],"tags":[42,43,44,45,46,47],"class_list":["post-33","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buecher","category-ueber-mich","tag-ekstaseerfahrung","tag-erleuchtungsschub","tag-mangelwelt","tag-netz-manifest","tag-netzmanifest","tag-vergeistigung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35,"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33\/revisions\/35"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rainerlanghans.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}